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„DER DIE DAS unberechenbare“

seit über einem Jahr zerreibt sich unsere Gesellschaft an der Covid-19 Pandemie. Ängste, Verlust, Spaltung und Täuschung, aber auch Hoffnung, Sicherheit und Glaube. Zukunft? Ist noch etwas berechenbar? Oder alles Berechnung? Unvorhersehbare Zeiten, spekulativ, unabwägbar. Wie entwickelt sich unsere Gesellschaft weiter? Und, wie entwickelt sie sich raus aus der Pandemie?

Eine spannende Frage!

Diesen Zeitraum möchte ich mit alten, analogen Kameras begleiten und die jeweils gegebenen Situationen, sowie die entstehende gesellschaftliche Entwicklung festhalten. Kompositionen aus meiner Sicht, gezeichnet durch meine Handschrift.

Die Kameras werden mit längst abgelaufenen Negativfilmen bestückt. Filme beginnen von dem Tag an zu altern, also sich zu verändern, an dem sie hergestellt wurden. Veränderungen sind erst nach der Entwicklung zu erkennen. Nur wenn dann ein größerer Fundus an Filmen der gleichen Sorte und gleichen Lagerung vorhanden sind, kann durch Belichtung und Entwicklung Einfluss auf das Ergebnis genommen werden. Hier wird also mit Filmen gearbeitet, die durch ihre Überlagerung auch jegliche Garantie und Sicherheit verloren haben. Speziell die farbigen. Ergebnisse werden unkalkulierbar, Berechnungen werden bei der Filmentwicklung spekulativ. Das Material verhält sich launenhaft, zufallsabhängig – wie so viele Positionen in dieser Pandemie. Es können auch Ängste entstehen. Ängste vor dem Verlust des Fotos, dem Lichtbild. Und es gibt doch Hoffnung. Hoffnung auf Stimmungen, welche der belichtete Film nach seiner Entwicklung preisgibt. Welche Kontraste er in der schon durch die Pandemie unberechenbaren Gegenwart letztlich zulässt. Eine durchweg experimentale Situation.

Das Ergebnis kann als klassische Ausstellung, wie auch in Onlinepräsentationen präsentiert werden.

Das Projekt wurde gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

 

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